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„Everything is connected“: Dirk Gentlys Holistische Detektei3 min read

23. März 2018 2 min read

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„Everything is connected“: Dirk Gentlys Holistische Detektei3 min read

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Hände hoch! Ich meine: Hände hoch wer schon mal ein Douglas Adams Buch gelesen, Per Anhalter durch die Galaxis gesehen hat, oder einfach mal die Hände hoch machen will!

Warum ich das sage? Nunja, Douglas Adams hat in seinem (viel zu kurzen) Leben uns mit seiner Anhalter – Buchreihe beglückt, während seine Buchreihe über den holistischen Detektiv Dirk Gently irgendwie in den Hintergrund gerückt worden ist. Der Drehbuchautor Max Landis wollte dies verändern und schrieb für BBC America eine lose Adaption der Bücher, wobei keine Storyelemente und außer Dirk Gently keine Charakter übernommen worden sind.

Dabei spielt die Serie, welche im deutschen Raum auf Netflix geschaut werden kann, im Gegensatz zum Buch in Amerika, während der orginale Dirk Gently noch durch England gestolpert ist. Gespielt wird er von dem genialen Schauspielern Samuel Barnett mit seinem Assistenten („Im not your assistent!“) Todd Brotzman, gespielt von Elijah Wood (Herr der Ringe – Trilogie), einen Mordfall aufklären soll.

Das klingt zunächst relativ einfach und stringent, ist es aber überhaupt gar nicht! Denn während sich die Handlung um diesen Fall dreht, passieren (auf gute, alte Douglas Adams Manier) gefühlte 5000 andere Dinge gleichzeitig, gefühlte 100 andere Charakter werden vorgestellt und man denkt, dass diese Handlungsstränge Nie und Nimmer zusammengefügt werden könnten. Werden sie aber. Bevor das passiert ist man aber meistens verwirrt und fragt sich, welche Drogen die Schreiber dieser Serie genommen haben müssen. Jedoch ist das Merkwürdigste, dass man dabei unfassbar Spaß hat. Denn Dirk Gentlys Holistische Detektei bietet toll geschriebene Charakter, urkomische Dialoge und Situationen, einen super Cast und die vermutlich skurrilste Story, die man sich so vorstellen kann.

Das einzige was die Serie euch versichern kann und vermutlich der elementarste Satz der gesamten Serie ist: „Everything ist connected“ – alles ist miteinander verbunden. Denn das Schöne an der Story ist, dass die Charakter innerhalb der Serie auch keine Ahnung davon haben, was eigentlich um sie herum passiert. Denn ein „hollistischer Detektiv“ ist kein Detektiv à la Sherlock Holmes oder Hercule Poirot, also jemand der Indizien sammelt, Rückschlüsse zieht und deduziert, nein, es ist ein Detektiv, der blind von der einen zur anderen Situation rennt und währenddessen irgendwie den Fall aufklärt.

Während es in der ersten Staffel noch um einen Mordfall, ein verschwundenes Mädchen und eine seltsame Maschine ging, handelt die zweite Staffel von Wendimoor, einem Land mit Rittern, die pinke Haare haben und sich mit riesigen Scheren bekämpfen.

Eeeehm ja, das ist tatsächlich die Story.

Es fällt schwer, Dirk Gentlys Holistische Detektei mit Worten zu beschreiben. „Skurril“, „verrückt“, „absolut durchgeknallt“ oder auch „Geister-Horror-Wer-ist-der-Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos“ (so bezeichnete Douglas Adams seinen Roman), reichen irgendwie nicht aus um den Wahnsinn wirklich zu beschreiben. Es ist eine Serie zum selbst erleben. Und auch wenn es nicht gerade eine Serie ist, die im Mainstream sonderlich gut ankommt, ist sie doch eine der genialsten Serien die aktuell auf Netflix laufen, oder liefen…

Denn BBC America gab im Januar diesen Jahres bekannt, dass die Serie aus dem Programm entfernt worden ist, was wirklich furchtbar schade ist. Trotzdem: Wer auf aberwitzige Dialoge, coole (und auch nicht so coole) Action, verrückte Storyelemente und ganz allgemein auf Douglas Adams (oder auch Monty Python) steht, für den ist Dirk Gentlys Hollistische Detektei auf jeden die Serie für jeden verkaterten Sonntagvormittag!

And never forget:

Everything is connected!