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Serientipp – The End of the F***ing World2 min read

11. Mai 2018 2 min read

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Serientipp – The End of the F***ing World2 min read

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Fuck this shit! Let’s get out of here!

Kennt ihr diese Momente? Wenn einen alles anödet, wenn eine tiefe Eintönigkeit die Landschaft durchzieht und die ganze Welt in einer langweiligen Monotonie versinkt?- Willkommen am Ende der verdammten Welt!

Was die meisten Menschen als einen vorübergehenden Gemütszustand wahrnehmen, ist für die siebzehnjährige Alyssa Alltag. Sie hasst so ziemlich jeden Aspekt an ihrem Leben. Alyssas Vater verliess die Familie vor vielen Jahren. Mittlerweile hat ihre Mutter einen neuen Partner gefunden und ihre ganze Aufmerksamkeit gilt nun ganz ihrem neuen Mann und den neugeborenen Zwillingen. Alyssa möchte ausbrechen, sucht antworten und naja, sie findet James.

Ganz im Gegensatz zu Alyssa empfindet der ebenfalls siebzehnjährige James ziemlich wenig. Seine Mutter nahm sich das Leben, als er noch ein Kind war. Während sein Vater die Stille im Haus mit schlechten Witzen und primitiven TV Serien überspielt, sucht James andere Wege um mit dem Verlust klarzukommen. James macht gerne sehr merkwürdige Dinge. So steckte er als Kind seine Hand in eine Fritteuse oder tötete die Katze des Nachbarn. Da aber nichts von dem den gewünschten Effekt erzielte, sucht James nach radikaleren Vorhaben.

Die auf die Komikvorlage von Charles S. Forsman basierende britische Dramedy Fernsehserie „The End of the F***ing World“ (kurz TEOTFW) erzählt die Geschichte von den beiden Teenagern James und Alyssa und ihrem Roadtrip quer durch England.

Gespickt mit viel schwarzen Humor, lässt TEOTFW den Zuschauer in eine andere Welt eintauchen. Die inneren Monologe lassen einen tief in das Innenleben der beiden Ausreisser blicken. Schon ab der ersten Episode fühlt man sich mit diesem merkwürdigen Teenagepaar irgendwie verbunden. Geschickt spielt die Serie mit den urmenschlichen Sehnsüchten von Selbstbestimmung, Liebe und Freiheit. Dazu verleiht der wunderbare Soundtrack den Szenen immer die passende Gefühlsnote.

Generell ist es schwierig, TEOTFW in ein klassisches Genre einzuordnen.
Ist es nun eine schnulzige Lovestory, ein Coming Age Road Movie, eine Drama oder Komedieserie? Wahrscheinlich ist es die Verschmelzung von allem, gepaart mit der fantastischen schauspielerischen Leistung von Alex Lawther und Jessica Barden, was The End of the F***ing World so einzigartig macht.

Wer also auf den schrägen britischen Humor, die siebziger Jahre und Road Movies steht, wird bei TEOTFW voll auf seine kosten kommen. Die Serie ist in acht Episoden von cirka je 20 Minuten auf Netflix zu sehen. Dabei ist es sehr empfehlenswert, das Ganze auf Englisch anzusehen. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann sich auch die Soundtrack Playliste auf Spotify anhören und sich den Comic zutun.

Viel Spass beim schauen!

 

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