Aufgemischt Musik

Ekstase und Melancholie – MarthaGunn und Palace im Plaza2 min read

27. Oktober 2019 2 min read

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Ekstase und Melancholie – MarthaGunn und Palace im Plaza2 min read

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Die Britische Band Palace ist mit ihrem neuen Album  „Life After“, mit dem ästhetischen Cover des britischen Künstlers Bill Wilby, der Bruder des Sängers, auf Tour . Begleitet werden sie durch die junge Band MarthaGunn.

Der Abend wird von der jungen britischen Band MarthaGunn eröffnet welche durch eine grossartige Performance überzeugen. Der Sound und auch das optische und dynamische Auftreten sind definitiv an die Musikszene der 68er und die frühen 70er angelehnt, die Musik ist sehr fetzig und psychedelisch. Die Musiker experimentieren mit ihren Instrumenten und bewegen dabei ihre Körper auf eine zwar etwas seltsame aber sehr passende Art. Es ist die pure Verrücktheit die diesen Auftritt einzigartig macht. Die junge Band begleitet Palace auf der gesamten Tour. Ein Auftritt der einen überraschend bleibenden Eindruck hinterlässt.

Nach einer kurzen Pause betritt das bekannte Indiequartett die Bühne. Leo Wyndham an der Gitarre und Leadsänger, Rupert Turner an der Gitarre, Will Dorey am Bass und Matt Hodges an den Drums. romantischen, verträumte Melodien unterstützt durch verzogenes Gitarrenspiel und zurückhaltende Drums. Sehr gerne auch mit einem Hall oder Delayeffekt unterlegt. Eine schöne beruhigende Stimmung kommt auf im Saal und jeder Zuschauer schwebt hin und her und legt sich in den weichen psychdelisch angehauchten Klang der Band. Jedoch muss besagt werden dass die Musik sich sehr im Kreis dreht und man kaum einen Song vom andern unterscheiden kann. Das kommt aber der Qualität des Spiels und Gesangs und der Intensität der melancholischen Atmosphäre nicht in die Quere. Ein Stück sticht klar aus dem Repertoire hinaus, nämlich einer ihrer bekanntesten Songs: „Heaven Up There“ ein sehr dreamyger und verspulter Track mit einer sphärischen Stimmung welche einen hineinzieht und wahrlich in einen akustischen Himmel der Harmonien befördert.

Fazit: Grundsätzlich ein kein überragender aber befriedigender Auftritt welcher jedem der sanfte und romantische Musik zu schätzen weiss, zu empfehlen ist. Besagt werden muss, dass die Palace leider im crazy Auftritt der Vorband ein wenig unterging.