Musik

Eine Reise in die Asymmetrische Rhythmik- Le Mystère des Voix Bulgares feat. Lisa Gerrard im Neumünster2 min read

28. Oktober 2019 < 1 min read

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Eine Reise in die Asymmetrische Rhythmik- Le Mystère des Voix Bulgares feat. Lisa Gerrard im Neumünster2 min read

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Der Weltbekannte und Grammyprämierte Frauenchor aus Bulgarien beehrte die Kirche Neumünster in Zürich mit einem sagenhaften Konzert. Begleitet wurden sie durch 4 fantastische Musiker und  durch die legendäre Vokalgöttin Lisa Gerrard.

Zu Beginn des Konzerts betritt nur das Instrumentalquartett die Bühne, aufgebaut aus einer Kaval, eine randgeblasene Endkantenflöte, welche Klangmässig irgendwo zwischen Duduk und der Panflöte schwebt, eine Gadulka, ein bulgarisches Streichinstrument, das optisch einer Laute ähnelt, und dazu noch eine zehnseitige Gitarre, sowie verschiedene akustische Perkussionselemente und eine Wavedrum und ein kleiner Synthesizer.

Musikalisch bewegt sich das Prelude des Abends im jazzigen Bereich, natürlich aber mit stark balkanischem Einfluss. Nach diesem Einstieg betritt der Frauenchor  geleitet von Dora Hristova die Bühne des Saals und beginnt mit seinen dichten Harmonien den Saal zu füllen. Der Chor ist in zwei Sopran und zwei Altteile aufgegliedert, wovon jeder Teil mit einer anderen Tracht bekleidet ist. Die Bulgarische Volksmusik charakterisiert sich vor allem durch seine sehr dichten dissonanten Harmonien und durch die asymmetrische Rhythmik. (Ein Beispiel zur Veranschaulichung von asymmetrischer Rhythmik wäre „Money“ von Pink Floyd)

Nach einem weiteren Einspiel der Instrumentalisten, betritt Lisa Gerrard die Bühne und besingt den Saal mit einem Solo der Extraklasse. Ihre Stimme hat eine derartige Präsenz und Klarheit dass das Ganze Publikum verstummt und gebannt ihren Tönen lauscht. Der wahnsinnigste Teil ihres Repertoires des Abends ist, als sie plötzlich in einer Tenorlage zu singen beginnt. Eine fantastische grossartige Sängerin.

Zum Schluss singt der Chor und die Solistin gemeinsam noch einige Reigen und Horas und als Zugabe wird ein einstimmiger Choral angestimmt welcher sogar den Sängerinnen selbst die Tränen in die Augentreibt.

Ein sehr eindrucksvolles Konzert das begeistert, inspiriert und einen auf eine Reise in noch unbekannte Klangwelten mitnimmt.