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Sünden, die vergnügen: Miriams Guilty-Pleasure-Songs5 min read

21. September 2021 3 min read

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Sünden, die vergnügen: Miriams Guilty-Pleasure-Songs5 min read

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Guilty-Pleasure: Jeder hat sie, niemand steht zu ihnen. Auch wir vom frachtwerk haben eine ganze Sammlung davon. Nun ist es an der Zeit, zu ihnen zu stehen!

Willkommen zurück! Wir gehen in Runde drei mit unseren Guilty-Pleasure-Songs. Die Musikredaktion vom frachtwerk hat sich entschieden, dass wir unsere musikalischen Hüllen fallen lassen und dir mal zeigen, dass wir eigentlich gar nicht sooooo cool sind, wie wir uns immer geben. Auch wir haben Songs, die wir lieben, die wir lieber versteckt halten. Mit dem ist jetzt aber Schluss! Alle zwei Wochen lässt jemand anderes der Musikredaktion in die Abgründe seiner/ihrer Musikbibliothek blicken. Heute ist Miriam an der Reihe.

Text: Miriam Abt

Hi, ich bin Miriam hehe

Folge 3: Miriams Guilty-Pleasure-Songs

Kurz zu mir: Mein Name ist Miriam, ich bin seit zwei Jahren Teil von frachtwerk und dafür, dass ich mich mehr oder weniger intensiv mit Musik auseinandersetze, höre ich unglaublich viel Schrott. Wie ihr meiner Hitlist unschwer entnehmen können werdet, habe ich neben meinen Pop-Vorlieben auch eine starke Neigung zum Deutschrap – da kann ich mich noch so sehr indie geben. Taucht mit mir ein in die Welt meiner kognitiven Dissonanz aka meinen Guilty-Pleasures!

1. One Direction – C’mon C’mon

Dass ich einen 1D-Song berücksichtigen muss, steht komplett ausser Frage. Die Britische Boyband und ich gehen way back und ich habe meiner Fangirl-Phase nicht nur ausgeprägte Twitter-Skills sondern auch unglaublich wertvolle Freundschaften zu verdanken. Missen möchte ich sie also keineswegs – aber an der leichten Scham, die ich verspüre, wenn ich die alten Hits anwerfe und jedes Wort mitsinge, ändert das nichts. C’mon C’mon ist meiner Meinung nach ein unglaublich unterbewerteter Popsong und ich liebe vom nervigen, monotonen Drumbeat über die nichtsbedeutenden Lyrics bis hin zum obligatorischen dramatischen Stimmungsaufbau im letzten Refrain alles daran.

So stellen wir uns Miriam zuhause mit One Direction auf voll blast vor:

2. Haftbefehl – Kokaretten

Dass Haftbefehl nicht zwingend für seine aussergewöhnliche Sympathie bekannt ist, mag kein Geheimnis sein. Ebenfalls kein Geheimnis ist es, dass es in seinem Repertoire nur so von Bangers wimmelt. Auch wenn ich mir (wie es Desi in ihren Guilty-Pleasures bereits schön erläutert hat) eine etwas konsequentere Anwendung von Grammatikregeln wünschen würde. Manchmal lässt man sich doch einfach gerne vom Bass weghämmern.

Hafti, kannst du uns bitte mal deine Adresse weiterleiten? Dann schenken wir dir einen Duden oder einen Heuer!

3. Frank Hemd – Baby Lave Ya Hard

Wie man dem Titel seiner Platte «Ein Album. Es ist sehr gut.» unschwer entnehmen kann, lebt die Frank-Hemdsche-Musik von Ironie – leider kann ich aber schlecht von mir behaupten, dass ich sie auch ironisch höre. Neben Songs wie «Lesgo» und «Musik zum Bügeln» ist auch «Baby Lave Ya Hard» ein klarer Favorit von mir und ich muss wohl oder übel gestehen, dass der Berliner Jahr für Jahr wieder irgendwo im oberen Bereich meiner Spotify-Statistik landet. Ein grandioser Battlerapper ist er übrigens auch! Klare Hörempfehlung, auf eine öffentliche Playlist würde ich ihn trotzdem kaum setzen.

Zwar nicht der Song (den kannst du HIER hören), aber Fun-Fact: gibt man bei Youtube „Frank Hemd – Baby Lave Ya Hard“ ein, ist dieser Zusammenschnitt-Clip der 2016 „Komödie“ Dirty Grandpa das zweite Video das aufploppt…

4. Money Boy ft. LGoony – Broke

Um es gemäss der oben erwähnten Liebesballade Frank Hemds zu sagen: «Weisst du, wenn ich die Wahl zwischen dem Grape Tape von LGoony und dem Klang deiner Voice hätte, dann würd’ ich nicht grundsätzlich LGoony nehmen – Baby ich würde oft LGoony nehmen, aber nicht immer!». Und wenn dann noch der grosse Mbeezy auf seinen Tracks erscheint, kann das guilty Herz nicht anders, als höher zu schlagen. Money Boy hat die ungewöhnliche Gabe, dass alles was er tut, egal wie daneben, automatisch Legendenstatus erreicht.

Hach, Money Boy… Hier ein kleiner Reminder, dass es das hier noch gibt:

5. Sexy Bitch – David Guetta (ft. Akon)

Kleine Zeitreise ins Jahr 2010, als ich diesen absoluten Hit über die Lautsprecher eines Wasserpark hörte, anschliessend «Sexy Bitch» in den frisch ersparten iPod eintippte und 1.90 CHF von meinem wie Gold gehorteten iTunes-Guthaben dafür investierte. Ich weiss noch als wäre es gestern gewesen wie peinlich es mir war, als meine Eltern mal wissen wollten, welche Musik ich denn so höre. Obwohl das wohl eher am «sexy» im Titel lag als am Song selber, man könnte sagen, dass es die allererste Guilty Pleasure am Anfang einer langen, schamvollen Karriere war.

Weil der liebe Herr Guetta die Wiedergabe seines grandiosen Musikvideos zu Sexy Bitch für fremde Websites gesperrt hat, hier eine Watchmojo Liste mit Popsongs, die nicht ganz jugendfrei sind.

Bis in zwei Wochen!

Hach, nun hast bereits zum dritten mal eine ordentliche Portion Guilty-Pleasure serviert bekommen. Mit Miriam hat die dritte Person der Musikredaktion ihre musikalischen Hüllen fallen lassen. Wenn du die letzte Folge mit Julia verpasst hast, kannst du die HIER nachlesen. Es ist Gold, versprochen! Wir sehen uns dann wieder in zwei Wochen. Selbe Stelle, gleicher Ort oder so… ok, ciao!