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B-Sides 2019: Toll war es, auch am letzten Tag

16. Juni 2019 2 min read

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B-Sides 2019: Toll war es, auch am letzten Tag

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Der Samstagnachmittag beginnt mit noch harmlosen Wetter. Es ist der letzte Tag des B-Sides Festivals 2019. Übrig bleiben die Auftritte von Derya Yildirim & Grup Şimşek, Klaus Johann Grobe, Belia Winnewisser, Pyrit oder The Mauskovic Dance Band. Näher gehe ich in diesem Artikel auf die Performance von Klaus Johann Grobe ein.

Es herrscht reger Betrieb auf dem Festivalgelände, von der Helferschaftstribüne aus sehe ich die ersten MusikliebhaberInnen kommen, die Kinder sind mit der Pfadi oder mit ihren Eltern das Zweiergespann Hitschtschitsch am Beobachten. HelferInnen, die für die Infrastruktur verantwortlich sind, schleppen Bohrer und Leitern umher, die von den Essensständen warten noch auf den grossen Ansturm und die Organisatoren vom B-Sides telefonieren oder gehen zielbewusst. Am frühen Abend, kommt dann das Unumstössliche, das Gewitter schlägt zu und die Regenjacken werden angezogen.

Unbeirrt spielen Klaus Johann Grobe ihr Programm durch. Die deutsche Indie-Band überzeugt mit gut gewählten Synthesizermelodien, gut besetztem Schlagzeug und einer kräftigen und zugleich mit viel Emotion geführter Stimme. Zudem erkennt man eine Sicherheit die sie ausstrahlen – sie haben Bühnenerfahrung und auch gerade auf internationalen Bühnen.

Sven Landolt spielt Bässe, an das Fender Rhodes-erinnernde Klänge und verzogene Pads am Synthesizer. Dazu singt er überlegte Texte auf bewusst gesungenes Hochdeutsch. Schlagzeuger und zweiter Sänger Daniel Bachmann meistert gerade die Hats und den Kick. Trotz Regen hat sich eine freudige Traube gebildet. Das Quartett mag es doch mit einer gewissen Geschwindigkeit und trotzdem merkt man ihre Seriosität, die sie beim Musikschaffen an den Tag legen.

Ihr Musikvideo zum Disco, Folk und Rock geprägten Titel KOthek passt auch perfekt zum vifen und zurechtgelegten Sound.

Die Zeit nach dem Konzert geht dann auch im Nu vorbei. Belia Winnewisser, Pyrit (über beide Soloprojekte wirst du bald noch mehr auf frachtwerk erfahren) und The Mauskovic Dance Band erhellen die Gemüter der FestivalbesucherInnen. Weiter geht‘s dann noch mit den DJ‘s vom Radio 3FACH.

Insgesamt waren es schöne drei Tage am B-Sides Festival mit sorgfältig ausgewählten MusikerInnen und interessanten Neuentdeckungen. Zumal die Stimmung wirklich friedlich stimmte.

 

Bild: Sam Aebi