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Lokale DJane und Produzentin Belia Winnewisser erzählt uns was sie inspiriert, wie sie produziert und von ihrer Zeit im Mädchenchor

28. Juli 2019 2 min read

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Lokale DJane und Produzentin Belia Winnewisser erzählt uns was sie inspiriert, wie sie produziert und von ihrer Zeit im Mädchenchor

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Belia Winnewisser, so heisst die Luzerner Soundtüftlerin, die nicht ganz so ordinäre elektronische Musik produziert. Auf ihrer ersten LP Radikale Akzeptanz hört man heraus, dass sie den Master in Contemporary Arts Practice gemacht hat. Nach Projekten wie a=f/m mit Rolf Laureijs oder der Band Evje liess Winnewisser für das erste Solo-Album ihre Stimme weg und setzte auf das Experimentelle. Am B-Sides trafen wir die junge Produzentin, DJane und Nichte des Künstlers Rolf Winnewisser zum Interview.   

Winnewisser erzählte uns im Gespräch, dass sie im Moment auf Spotify Musik höre, aber wenn ihr etwas gefalle, kaufe sie die Schallplatte und sei im Alltag aufmerksam an Konzerten, so erfahre sie mehr über Musik. Sie finde das NTS Radio super. Das Radio mit Sitz in London sendet genreübergreifende Musik online und bietet eine Plattform für aufstrebende DJ’s. Zu Gast waren da aber auch Musiker, die sich schon einen Namen in der Musikbranche gemacht haben, wie z. B. Mall Grab oder Skepta. Winnewisser sagt, dass sie sehr viel poppige Sachen höre und viel Indie. DJ Lycox finde sie mega krass rhythmisch.  

Winnewisser produziere ihre Tracks digital und arbeite hauptsächlich mit Live Ableton. Beim Produzieren habe sie keine Formel, irgendwo käme es aus Inspiration, die Quelle sei immer anders, es könnte ein Geräusch sein, aber auch ein neuer Sound auf irgendwelchen Synthesizern, die sie cool finde oder irgendeine Melodie von der Stimme und dann beginne sie an einem Ort und irgendwann werde daraus einen Track. Mastern könne sie nicht, mixen finde sie sehr wichtig und gehöre zum Komponieren dazu. Das Album Radikale Akzeptanz hat Rolf Laureijs gemastert 

Ausserdem hatte Sie in der Mädchenkantorei Luzern gesungen. Sie habe es nicht gerne gemacht, sie habe die Kirche immer schrecklich gefunden, sagte sie uns. Sie habe den Raum so schön gefunden, sie finde Kirchen und den Hall verrückt. Bei ihr habe es immer und überall zu viel Hall drin. Der Chor selbst habe sie immer sehr streng gefunden und als Kind habe man doch etwas anderes machen wollen, als stehen und machen, was der Dirigent sagt. Aber was nachher davon geblieben ist, sei mega schön.  

Mach dich gefasst auf lange Padsmelodien, verzerrte Bässe und interessante Beatrhythmen beim Anhören des Albums Radikale Akzeptanz:

Übrigens ist Belia Winnewisser am diesjährigen Invictis Pax. Minifestival am 10. August in der Stadt Luzern live zu sehen. Mehr Informationen dazu, findest du hier.

Bild: Maurice Koepfli