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Gurtenfestival 2019: S’het gfägt, AnnenMayKantereit!

20. Juli 2019 2 min read

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Gurtenfestival 2019: S’het gfägt, AnnenMayKantereit!

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Auch wenn der Bandname vielen noch Mühe bereitet; AnnenMayKantereit sind mittlerweile schon mehrere Jahre erfolgreich in der Musikszene unterwegs, und das nicht nur im deutschsprachigen Raum! Nach dem die vier Kölner Jungs letzten Sommer damit verbracht haben, in Spanien ihr neustes Album Schlagschatten zu produzieren, gehen sie nun dieses Jahr wieder auf Festival Tour. Nebst deutschen Festivals, wie das Southside oder das Hurricane Festival, erklimmten die Jungs auch die Hauptbühne des Gurtenfestivals in Bern; und frachtwerk war live dabei.

Am Mittwoch schissen auf dem Gurten die Vögel vom Himmel. Das behauptete zumindest Leadsänger Henning May, als die Band ihre Show mit Marie eröffnete. Bereits Anfang Jahr zeigten die Jungs ihr musikalisches Talent als sie im Bierhübeli in Bern und in der Samsung Hall in Zürich spielten. Sie schienen sich zu freuen, wieder zurück in der Schweiz zu sein und probierten sich sogar in der Disziplin des „Bärndütsch“.

Nebst Klassikern wie Pocahontas und Tracks vom neusten Album, gaben die Jungs auch zwei neue Songs zu ihrem Besten: Ozean, bei welchem sie sich näher zur Menge stellten und nur mit Gitarre und Gesang eine Bestleistung darboten und Komm zu mir, welcher ziemlich herzzerreissend beginnt und dann plötzlich eine heitere Wende nimmt. Beides sind Stücke, welche definitiv nicht nur das musikalische, sondern auch das lyrische Talent der Band aufzeigen.

Natürlich nicht fehlen durfte auch der Mann an der Trompete: Ferdinand Schwarz. Seine Präsenz in den Songs der Band ist so hoch, dass man ihn schon fast als fünftes Bandmitglied zählen könnte. Besonders live verleihen seine Soli den Stücken das gewisse Extra, sei es Tragödie oder Heiterkeit.

Es war wunderbar, der Band zuzuschauen, wie sehr sie die Show genossen und zu sehen, wie gerne sie Musik machen. Henning May tanzte – oder probierte es zumindest – und das Publikum tat ihm gleich. Kurz vor dem Schluss meinte Bassist Malte Huck: „Konzerte, wie dieses, sind der Grund, warum wir Musik machen. Wir können noch einen Song spielen und würden nichts lieber tun. Danke.“

Wir hätten auch nichts lieber getan, als euch zuzuhören, Malte. Danke.

 

Bild: Linda Lustenberger