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Hoch lebe die Kunst – Kunsthoch Luzern geht in die 11. Runde  

27. August 2019 3 min read

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Hoch lebe die Kunst – Kunsthoch Luzern geht in die 11. Runde  

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Aufgepasst! An alle Kunstfans und Kulturinteressierte. Am 31. August heisst es wieder «Hoch lebe die Kunst!». Zum 11. Mal findet Kunsthoch Luzern statt. Corinna Holbein ist Projektkoordinatorin am Kunsthoch. In unserem Interview erfährst du, was es mit dem Aktionstag auf sich hat und welche Events du am kommenden Wochenende auf keinen Fall verpassen darfst!

 

Maurice: Was ist Kunsthoch?

Corinna: Kunsthoch Luzern ist ein Aktionstag für zeitgenössische Kunst in und um Luzern. Der Anlass findet einmal im Jahr statt und macht auf die Arbeit aller beteiligten Institutionen aufmerksam. In Eigenverantwortung organisiert jeder Ausstellungsraum für diesen Anlass entsprechend seinem aktuellen Ausstellungsprogramm ein eigenes Begleitprogramm. Im Fokus steht der direkte Austausch zwischen Publikum, Kunstvermittelnden und -schaffenden. Kunsthoch Luzern will die bestehende Kunstszene der Stadt & Agglomeration erlebbar machen.

 

Was erwartet die Besucher*innen am 31. August?

Mehr als 40 Programmpunkte in 26 Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in und um Luzern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ausstellungen zu besuchen. Dafür gibt es eigens ein Vermittlungsprogramm. Es werden drei geführte Rundgänge angeboten mit Persönlichkeiten aus dem Luzerner Kulturleben. Zu Fuss im Stadtzentrum, mit dem Velo im näheren Radius der Stadt und mit dem Kleinbus im grösseren Umkreis bei den angrenzenden Gemeinden. Nebst den geführten Rundgängen gibt es auch Performances, Künstlertreffen, Apéros und vieles mehr.

 

26 Ausstellungen versprechen ein diverses Angebot. Woraus besteht die Zielgruppe von Kunsthoch?

In Luzern möchten wir sowohl ein kunstnahes als auch ein kunstfernes Publikum ansprechen, Inter- und national adressieren wir ein kunstinteressiertes Publikum, mit dem Ziel die Luzerner Kunstszene publik zu machen.

 

Was sind deine drei must-sees am Tag?

Ohne werten zu wollen, … wie die Künster*innen Emmens Vergangenheit der Textilindustrie neu interpretieren in der Gruppenausstellung der akku Kunstplattform, ausserdem die Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen im o.T. Raum für aktuelle Kunst und PTTH:// sowie die Pfeifenpartitur-Performance von Fred Firth, die um 14.30 Uhr/ 15.30 Uhr und 16.30 Uhr im sic! Raum für Kunst Elephanthouse stattfindet.

 

Neben vielen kleinen Ausstellungräumen nehmen diverse Galerien und auch grosse Institutionen wie das Kunstmuseum Luzern am Kunsthoch teil. Das sind alles Kunsträume mit verschiedenen Hintergründen und Motiven. Was ist die Idee hinter solch einem Mix? 

Richtig, es nehmen Kunsträume und Galerien mit unterschiedlichen Ausrichtungen teil. Für die einen steht mehr die Vermittlung im Vordergrund, für die anderen das Ausstellen, für die nächsten der Verkauf. Und wieder andere verbinden das alles miteinander. Kunsthoch bildet eine Schnittstelle, ein Zusammenkommen an einem Tag, an dem das Netzwerk erweitert und gepflegt werden kann.

 

Öffentlich zugänglich… Ist der Eintritt frei?

Ja genau, die Teilnahme ist gratis. Auch das Benutzen der Velos, um bequem die einzelnen Ausstellungsräume zu erreichen ist mit dem Vorweisen des Kunsthoch Flyers gratis. Die einzige Ausnahme bildet die Turner Ausstellung im Kunstmuseum Luzern. Sie ist per Online-Ticketing buchbar.

 

Du selbst wohnst in Zürich. Wie würdest du die Kunstszene in Luzern mit der Kunstszene in Zürich vergleichen?

Natürlich hat jede Stadt oder jeder Ort seine eigene Kunstszene. In Zürich beobachte ich, dass die Kunstszene in mehrere Kunstszenen zerfällt, während mir der Zusammenhalt in Luzern grösser erscheint – was auch mit der gemeinsamen Initiative Kunsthoch zusammen hängen mag.  Im Vergleich zu Zürich fällt mir auf, dass Luzern relativ auf dem Boden geblieben ist. Für die Grösse der Stadt gibt es unglaublich viel Angebot.

 

Eignet sich gerade Luzern besonders gut für einen Event wie Kunsthoch?

Ja auf jeden Fall. Gerade weil es in Luzern einen guten Zusammenhalt in der Kunstszene gibt und das Interesse da ist. Dazu bietet Kunsthoch eine gute Gelegenheit Kunstszenen aus anderen Städten wie Bern, Zürich oder Basel anzulocken. Kunsthoch dauert einen Tag und es findet alles zeitgleich statt. Man muss nicht für jede Veranstaltung einzeln nach Luzern kommen. Dazu hat man die Möglichkeit am Abend beim Nachtessen im Neubau die Besucher*innen, Künstler*innen  und Veranstalter*innen zu treffen. Teilnehmen kann am Nachtessen jeder. Einzig die Platzzahl ist begrenzt. Es gilt also «first come – first serve»

 

Weitere Informationen zum Aktionstag Kunsthoch Luzern findest du auf der Website oder auf ihrem Instagram Kanal.

 

Bild: Marie Cuennet

Interview:
Kunsthoch: Corinna Holbein
frachtwerk: Maurice Koepfli