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OK KID ruft – ein sensationeller Abend im Dynamo

24. November 2018 1 min read

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OK KID ruft – ein sensationeller Abend im Dynamo

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Mit dröhnenden Bässen empfingen uns OK KID am letzten Donnerstagabend im Dynamo. An ihrem erst zweiten Auftritt der Lügenhits & Happy Endings Tour performte die Band um Sänger Jonas Schubert routiniert und das Publikum kam auf seine vollen Kosten. Von Crowd-Surfing, Gitarren-Solos über Michael-Jackson-Einlage fehlte gar nichts.

Die Songs der neuen Platte „Sensation“ sind erfrischend abwechslungsreich. OK KID verpackt tiefgründige und gesellschaftskritische Inhalte in heiteren Melodien aus den 80er und 90er Jahren und rückt die elektronischen Klänge in den Vordergrund. Der Albumtitel bezieht sich kritisch auf die zunehmende Social-Media-Aufmerksamkeitsgeilheit. Auch gewohnt politische Phrasen kommen auf dem neuen Album nicht zu kurz: Ob Gentrifizierung im Titel „Planierraupen“ oder die Angst vor dem Fremden in „Warten auf den starken Mann”.

Eine etwas ungewohnte Stimmung kam beim Song „Pattaya“, welcher sich auf westlichen Sextourismus in Drittweltländer bezieht, auf: Ballermann-Feeling mit Ballonen, Cocktails und Hawaiiketten. Für die einen und anderen mag das eine Portion zu viel Zynismus gewesen sein. Musikalisch war dieser Part auf jeden Fall eher ungewöhnlich von OK KID zu hören.

Als Ausgleich spielten sie dazu viele altbekannte Klassiker wie “Bombay Calling”, “Verschwende mich” und “Gute Menschen”, welche uns in alten Erinnerungen eintauchen liessen. Nach zwei Stunden guter Musik und Abtanzen können wir auf ein unterhaltsames Konzert reich an musikalischer Sensation zurückblicken.

Text: Andrin Conrad, Neve Regli

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