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Schön sommerlich unter fast freiem Himmel – Ein Abend am Gässli Film Festival3 min read

27. August 2020 2 min read

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Schön sommerlich unter fast freiem Himmel – Ein Abend am Gässli Film Festival3 min read

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Die fast ausverkauften Sitzplätze am gestrigen Abend füllten die „Piazza“- das Herzstück des Gässli Film Festivals in den Basler Gassen. Es lag eine schöne, sommerliche Stimmung in der Luft. Mit einem Getränk in der einen Hand und einer Tüte Popcorn in der anderen waren alle Augenpaare gespannt auf die Leinwand fixiert.

Gegen 19 Uhr füllt sich die Piazza am Gerbergässlein 29 langsam mit seinen Gästen. Sie ist inmitten der Basler Altstadt, doch das etwas in der Höhe gelegene Gässlein mit seinem Platz in der Mitte schirmt gut vom Gewimmel der Stadt ab. Die Atmosphäre wirkt schön, viele Gäste kommen nach und nach dazu und setzen sich auf die Treppe oder das steinerne Geländer, welches zum Platz führt und machen es sich gemütlich, um die Vorstellung zu geniessen. Wir suchen uns einen Sitzplatz in der Piazza aus, wenige Minuten später breitet sich das verdunkelnd wirkende Dach über unseren Köpfen aus und der U21-Wettbewerb kann beginnen.

Moderation aus dem Studio
Anstatt einer Begrüssung von den Moderatorinnen vor Ort, tauchen auf der Leinwand die Köpfe der beiden Moderatorinnen Marion Nyffenegger und Laura Frei auf, welche gleich nebenan im Studio vor der Kamera sitzen. Zwar sind sie nicht physisch vor Ort, doch mit dem Studio gleich nebenan wirken die beiden Moderatorinnen auch mitten im Geschehen. Diese Art der Moderation sei aufgrund der Corona-Situation so umgesetzt worden, denn das Gässli wollte das Festival im Fall eines zweiten Lockdowns auch umsetzen können. Sowieso sei das diesjährige Festival in einem Livestream übertragen, welchen Besucher*innen, die nicht vor Ort sein können, von den eigenen vier Wänden aus mitverfolgen können. Als Besucher*in vor Ort war es eine etwas befremdliche Art einer Festivalbegrüssung – als wäre es eine Skype-Zuschaltung vom Ausland.

U21-Kategorie
Der Abend fängt mit der Wettbewerbskategorie „U-21 Kurzfilme“ an und stellt so auch der erste Wettbewerb des diesjährigen Festivals dar. Im Publikum befinden sich die jungen Filmemacher*innen, man sieht ihnen die Nervosität an. Verständlich, denn für viele ist es das erste Mal, dass sie ihren Film vor so grossem Publikum präsentieren. Die insgesamt sieben Filme, die selektiert wurden, werden vom siebenköpfigen Jungjury-Team, welche aus zwischen 12 bis 24 Jährigen bestehen, bewertet. Einer der Wettbewerbsteilnehmer äussert sich bezüglich den jungen Bewertenden nicht so überzeugt. Er ist sich nicht so sicher, ob das Thema, das er in seinem Film anspricht, bei der Jungjury richtig ankommt. Es sei „nicht unbedingt für so junge Personen gedacht.“ Insgesamt waren viele der Filme dieser Kategorie sehr stark. Das Mitverfolgen der Aufführung stimmte uns gespannt, wie sich die Jury am Samstag entscheidet.

Nach der Filmaufführung wurden die Gäste gebeten, ihre Plätze zu verlassen, um vor der nächsten Vorstellung alles desinfizieren zu können. Dazu gehörten die Stühle und Handläufe. Es folgt die U31-Kategorie und der internationale Kurzfilmwettbewerb.

Das Festival ist bis am 30. August mit viel Programm welches du hier nachschauen kannst!

Text: Juliette Dunaigre
Bilder: Jan Rucki