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Das neue Album Streams von der aufstrebenden Singer-Songwriterin Manon ist endlich da!2 min read

25. Oktober 2019 2 min read

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Das neue Album Streams von der aufstrebenden Singer-Songwriterin Manon ist endlich da!2 min read

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Der heutige 25. Oktober wäre Pablo Picassos 138. Geburtstag, am 25.10.1983 hielt Udo Lindenberg seinen einzigen Auftritt in der DDR und vor 12 Jahren hob der erste Airbus A380 ab. Heute ist aber auch der Tag, an dem die Zürcher Singer-Songwriterin Manon ihr neues Album «Streams» veröffentlicht. 

Die Singles «Streams», «Counterpoint Pt. 1», «Counterpoint Pt. 2» und «Girls» liessen einen erahnen, dass die LP einem roten Faden folgen wird. Und so hat es sich auch erwiesen: Die junge Zürcher Musikerin, die das Album in Island in den gut ausgestatteten Greenhouse Studios aufgenommen hat, konzipierte ihr Album so, dass sich Auf- und Abs in Bezug auf die Intensität gerade so abwechselten, wie das bei den Wellen des Meeres der Fall ist im Rhythmus, wie sie gegen die Felsen branden. Ihre Musik kann man als Avantgarde-Pop beschreiben. 

Es ist naheliegend, dass sich die mit bürgerlichem Namen Manon Schlittler heissende Singer-Songerwriterin für «Streams» als den ersten Song des Albums entschied. Der ruhige Beginn des Liedes nur mit einer Klaviermelodie eröffnet der Hörerschaft, was diese über die neun Songs erwarten wird: viele sinnliche und experimentelle Parts zum Teil nur mit Klavier oder sehr gering gehaltenem Instrumentarium. Aber es gibt auch mehrere Ausreisser, in denen der Bass stark aufgedreht wird wie es beim Song «Counterpoint 2» zutrifft. In «Devastated» stechen die Glocken heraus, in «Fragile» erklingt zu Beginn ein Synthesizer, ungewohnt, sind wir doch mittlerweile an das gängige akustische Instrumentarium bestehend aus Perkussion, Kontrabass, Klavier und der hohen und oftmals hauchenden Frauenstimme gewöhnt. Gerade das aufbrausende Finale dieses Stücks klingt gut. Das Outro «Unique» wird sicher speziell, wenn man es live erlebt, denn es ist ein Lied einzig und allein mit Manon’s Stimme und begleitenden Glocken.

Am besten du hörst einfach mal in das Album rein:

Klar ist, dass es ein wahrlich professionell produziertes Werk ist, in hoher Qualität aufgenommen, mit guter Abmischung. Dafür war Francesco Fabris, der italienische Produzent zuständig, der in den Greenhouse Studios in Reykjavik nicht nur mit Musik arbeitet, sondern auch Lichtinstallationen und audiovisuelle Projekte macht.

Wo und wann du einen Auftritt von Manon erleben kannst

Am 16. November um 20:00 Uhr tritt sie im Atelier Esther Rieser in Zürich auf. Es steht auf ihrer Website, dass man ein Kissen zum Sitzen mitnehmen sollte. Wer also Samstagabende auch gerne etwas leiser und bequemer nimmt, kann sich ein Ticket dafür auf der Website kaufen (https://www.musicmanon.com/event-details/atelier-esther-rieser?fbclid=IwAR0hkZMmyPWUAUBqNyEJurZl9HbVlW6gFh_RiZMOZVR_oEBs5FhD6LmfGnA).

Wer das Album digital oder als Schallplatte erwerben will, kann das via bandcamp (https://manon.bandcamp.com/) tun.

 

Artwork: Esther Rieser