Kritiken Musik

Garage-Rock aus einem Keller Ohios

8. August 2017 2 min read

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Garage-Rock aus einem Keller Ohios

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Gottseidank gab es die Punk-Revolution. Denn hätte es die nicht gegeben, würde heute kaum gute Musik existieren. Genau auf dieser fruchtbaren Stelle hat das Duo The Black Keys aufgebaut. Sie bestehen aus dem Sänger und Gitarristen Dan Auerbach und dem Schlagzeuger Patrick Carney. Mit ihrer anfänglichen LoFi-Musik verzichteten sie komplett auf teures Aufnahmeequipment und auch Produktion und Mix wurden von den Musikern selbst übernommen. Das Album Thickfreakness aus dem Jahr 2003 haben sie innerhalb von 14 Stunden im Keller von Patrick Carney eingespielt und mit einem simplen Tascam Recorder aus den 80ern aufgenommen.

Genau diese Art von Produktion fasziniert die Fans von The Black Keys immer wieder. The Black Keys sind – nicht so wie andere Bands – Musiker und keine Marketingobjekte. Sie beweisen, dass man mit einem Minimum an Technik unglaublich gute Musik produzieren kann und soll. Durch die rustikale Technik klingt der Sound unwahrscheinlich rau und schroff. In gewissen Aufnahmen sind sogar Hintergrundgeräusche des Kellerraumes zu hören. Wer es handfest und dynamisch mag, für den sind die alten Alben von The Black Keys genau die richtigen.