We are all Awesome! – Kamasi Washington im Fri-son

Vor dem Fri-Son, dem bemalten Kulturlokal im Industriegebiet Fribourgs, hängt ein Plakat mit einem gross bedruckten Namen: Kamasi Washington. Der Saxofonist, der mit seinem ersten Album The Epic für grosses Aufsehen gesorgt hat, besucht die Schweiz auf seiner Tour mit seinem neuen Album Heaven And Earth.

Doch Kamasi kommt nicht allein, ihn umringt ein grossartiges Ensemble bestehend aus zwei Schlagzeugern, einem Bassisten, einem Keyboarder der auch einen Synthesizer bedient, einem Posaunist und einer bemerkenswert exzentrisch tanzenden Sängerin, die Background oder auch solistisch singt. Auffallend ist der Aufbau des Konzertes bei welchem jeder des Kollektivs zum Zug kommt. Bei jedem Lied wird einer der Band vorgestellt und so wird ihm auch Platz für ein Solo gelassen, besonders grandios war dabei der Bassist, als er seinen Bogen zückt. Gerne bewegt man in sich im Bereich von Jazz bis zu Blues, Funk und Hiphop. Insgesamt ein grooviger Sound der einen mitreisst und es schwer macht, die Füsse still zu halten. Ein Paket aus eigenen Songs und Arrangements Jazzklassikern geschmückt mit grandiosen Solis und freejazzigen Variationen.

Ein toller Moment als plötzlich Kamasis Vater die Bühne betritt und das Publikum mit einem Querflötensolo mitreisst. Auffallend war die belebte und bewegende Moderation des amerikanischen Saxofonisten welcher alte Geschichten auspackt, seine Freunde, wie er sie nennt, vorstellt und ein gemeinsames Weltbild predigt: „We dont have to be think look or eat the same to love each other because we are all awesome!“ Und die Menge tobt. 

Text: Elia Brülhart

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