Gurtenfestival 2026 – trotz Hitze und Regen ein voller Erfolg

Das Gurtenfestival 2026 ist Geschichte. Einmal mehr haben tausende Musikfans gemeinsam die Konzerte, die Stimmung und das schöne Leben gefeiert. frachtwerk war natürlich auch am Start und hat die Stimmung für euch eingefangen.

Autor:in:
Nora Zihlmann
Titelbild:
Gurtenfestival
Hinweise:

Eingestimmt wird der erste Festivaltag am Mittwoch mit bewegenden Sounds von Shedea Dona und Mari Froes. Die Mainstage eröffnet dieses Jahr Say She She, die Disco-Funk Band aus Brooklyn, gefolgt von Sean Paul und Teddy Swims. Wie immer schafft es das Gurtenfestival bereits am ersten Tag, etliche Highlights zu liefern. Und genau so geht es in den nächsten Tagen weiter.

Am Donnerstagnachmittag geht es auf den Hügeln des «Güsche» noch eher ruhig zu und her, doch die Vorfreude ist förmlich spürbar.  Personne – eine junge Band aus Luzern – ist vor einem Jahr im Helsinki Club geboren, wie die Leadsängerin Anna aus Luzern auf der Waldbühne berichtet. Ihre Lieder drehen sich um grosse Themen wie Krieg, Freiheit und Hoffnung.

Immer mehr Leute trudeln ein, vor allem der Publikumsbereich der Zeltbühne füllt sich. Die ersten Klänge von Nusantara Beat sind schon von weitem zu hören. Die sechsköpfige Band aus Amsterdam beschreibt ihre Musik selbst als nostalgische und psychedelische indonesische Groove-Musik.

Aus dem Soundgarten dröhnen die Bässe von Frau Holle über den Platz während sich Mel D auf ihren Auftritt vorbereitet. Mit viel Charme präsentiert die Zürcherin ihre Lider auf der Waldbühne von ruhig bis rockig.

Eine Combo voller Liebe

Die drei Freund:innen Hunger, Brandão und Faber vor dem goldenen Vorhang auf der Hauptbühne will niemand verpassen! Sie werden ihrer Ankündigung «die drei grössten Stimmen in diesem Land» mehr als gerecht und berühren mit ihrem ersten Song «Ich liebe dich» ab dem ersten Moment. Ein echtes Highlight auf dem Güsche.

Lorde mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow stellt Lilly Allen selbst bei strömendem Regen in den Schatten. Trotzdem ist der Platz vor der Hauptbühne auch bei Lillys Liedern des neuen Break-up Albums gefüllt.

Verrückte Bühnenshow

Die Menge tobt als am Freitag Ikkimel auf ihrem silbernen Tron auf die Bühne getragen wird. Ihre beste Freundin ist auch mit dabei. Rosa – ein Fangirl aus der ersten Reihe darf auf die Bühne und wird auf einmal zur gebärenden Mutter und Nick ebenfalls aus dem Publikum performt als Hund im Käfig.

Etwas gemütlicher zu und her geht es davor auf der Waldbühne mit To Athena. Sie singt mit ihrer Band bestehend aus Harfe, Geigen, Trompete und noch einigen Instrumenten mehr, von Abschieden und Neuanfängen. Mit «Altpapier» bittet sie zwei «Hiesigi» auf die Bühne: Wer kann das anderes sein als die Berner Lo & Leduc. Damit gabts bereits einen kleinen Teaser für ihren Auftritt am nächsten Tag.

Gleichzeitig spielt die altbekannte Band aus Berlin auf der Zeltbühne. Genau: Von wegen Lisbeth! Die ü30er schaffen es immer noch auch ernsthaftere Inhalte mit Leichtigkeit und Schwung rüberzubringen und machen das Xylophon zum neuen Bühneninstrument.

Schweiz-Fans auf dem Güsche

Die Jungs von Kraftklub spielen zum wiederholten Mal am Festival und bezeichnen das Gurten sogar als schönstes Festival der Schweiz.

Auch Melina Nora und Akryl, über die wir bereits am diesjährigen M4Music in Zürich berichteten, sind am Start auf dem Berner Güsche.

Und zum krönenden Abschluss am Samstag steht Nina Chuba nicht nur auf dem Programm, sondern auch wirklich auf der Hauptbühne. Ihre Power Show zieht jung bis alt an und sorgt nochmals richtig für Stimmung. Nina freut sich, dass sie endlich auf dem Gurten spielen kann und outet sich einmal mehr als grossen Schweiz-Fan!

Viele Künstler:innen appellieren dieses Jahr auf gegenseitige Rücksichtnahme. Sätze wie «ihr könnt eure T-Shirts gerne anbehalten» oder «nur weil sich hübsch angezogen wird, ist das noch lange keine Einladung für übergreifendes Verhalten» hörte man regelmässig. Zudem beträgt die Geschlechterquote der Musiker:innen auch dieses Jahr erneut 50:50.

Das Gurtenfestival trotzt also den wilden Wetterbedingungen und sorgt für viele grossartige Erinnerungen. Bereits angemeldet wird das 50-Jahr-Jubiläum, das nicht vier, sondern fünf Tage dauern wird. Seht euch vor!

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